Tarot neben der Astrologie: was eine Legung leisten kann
Horoskop und Tarot werden oft in einem Atemzug genannt, arbeiten aber verschieden. Das Horoskop beschreibt Grundmuster aus dem Himmel einer Geburt. Eine Tarotlegung beleuchtet eine konkrete Frage im Hier und Jetzt.
Woher das Tarot kommt
Die ältesten erhaltenen Tarotkarten stammen aus Norditalien in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, etwa die handgemalten Spiele für die Mailänder Familien Visconti und Sforza. Gespielt wurde damit ein Kartenspiel, „Tarocchi“, das in Teilen Europas bis heute verbreitet ist. Zum Deuten wurden die Karten erst im späten 18. Jahrhundert genutzt: 1781 behauptete Antoine Court de Gébelin, das Tarot gehe auf altägyptische Weisheit zurück, wofür es keine Belege gibt; kurz darauf veröffentlichte Etteilla die ersten Anleitungen zum Kartenlegen. Das heute verbreitetste Deck, das Rider-Waite-Smith-Tarot, erschien 1909 mit den Bildern der Künstlerin Pamela Colman Smith.
Der Aufbau des Decks
- 22 Große Arkana
- Die Trumpfkarten von „Der Narr“ bis „Die Welt“. Sie stehen für große Lebensthemen und Entwicklungsschritte.
- 56 Kleine Arkana
- Vier Farben (Stäbe, Kelche, Schwerter, Münzen) mit je zehn Zahlenkarten und vier Hofkarten. Sie beschreiben Alltagssituationen, Beziehungen und Haltungen.
Seit dem 19. Jahrhundert werden die Karten auch mit astrologischen Symbolen verbunden; in vielen modernen Decks entsprechen die vier Farben den vier Elementen und einzelne Große Arkana Tierkreiszeichen und Gestirnen.
Legung und Horoskop im Vergleich
| Horoskopanalyse | Tarotlegung | |
|---|---|---|
| Grundlage | Geburtsdatum, Geburtszeit, Geburtsort | eine Frage und die gezogenen Karten |
| Blickwinkel | Grundmuster eines ganzen Lebens, Zeitqualität über Monate und Jahre | eine Situation, ein Moment, eine Entscheidung |
| Wiederholbar | gleiche Daten, gleiches Horoskop | jede Legung ist neu |
| Gut geeignet für | sich selbst verstehen, Lebensabschnitte einordnen | eine Frage aus einem anderen Blickwinkel betrachten |
Was eine Legung leisten kann, und was nicht
Eine Legung kann Gedanken ordnen, blinde Flecken ansprechen und einer festgefahrenen Frage neue Bilder geben. Sie sagt keine feste Zukunft voraus und ersetzt keine ärztliche, psychologische, rechtliche oder finanzielle Beratung. Am meisten bringt sie mit einer offenen Frage („Was hilft mir, mich zu entscheiden?“) statt einer Ja-oder-Nein-Frage („Kommt er zurück?“).
Tarot bei AstroYvi
Yvonne Geselbracht legt Tarot zu einer konkreten Fragestellung oder als Jahresblick, unabhängig vom Horoskop oder ergänzend dazu. Wenn Sie eine Legung wünschen, schreiben Sie über das Kontaktformular.
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Texte: Yvonne Geselbracht, Dipl. Astrologische Psychologin (API), seit 2009 selbstständige Astrologin in Duisburg.