Die zwölf Tierkreiszeichen: Bedeutung, Element und Herrscher
Die zwölf Tierkreiszeichen beschreiben, wie eine Kraft im Horoskop wirkt. Jedes Zeichen verbindet ein Element mit einer Qualität und hat ein Gestirn, das ihm besonders entspricht, seinen Herrscher.
Die Daten unten gelten für die Sonne, also für das „Sternzeichen“, das man aus Zeitschriften kennt. Weil das Kalenderjahr nicht genau mit dem Sonnenlauf übereinstimmt, verschieben sich die Grenzen je nach Jahr um einen Tag. Wer an einem Grenztag geboren ist, sollte sein Sonnenzeichen mit Geburtszeit und Geburtsort berechnen lassen. Das Zeichen des Mondes und des Aszendenten kommt hinzu: Erst alle drei zusammen ergeben ein Bild.
Widder · Stier · Zwillinge · Krebs · Löwe · Jungfrau · Waage · Skorpion · Schütze · Steinbock · Wassermann · Fische
♈︎ Widder
Stichworte: Initiative, Mut, Direktheit
Der Antrieb ist der Anfang: Widder will etwas in Bewegung bringen und entscheidet lieber schnell als gar nicht. Reibung wird in Kauf genommen, Stillstand nicht.
Wachstumsfeld: dranbleiben, wenn der erste Schwung vorbei ist, und andere mitnehmen, statt vorauszulaufen.
Als Mondzeichen: Mond in Widder.
♉︎ Stier
Stichworte: Beständigkeit, Genuss, Substanz
Was Bestand hat, zählt. Stier baut langsam, prüft den Wert einer Sache am Greifbaren und hält, was er begonnen hat – auch über den Punkt hinaus, an dem andere wechseln.
Wachstumsfeld: Veränderung als Gewinn erleben, nicht als Verlust, und loslassen, was nur noch aus Gewohnheit bleibt.
Als Mondzeichen: Mond in Stier.
♊︎ Zwillinge
Stichworte: Neugier, Sprache, Beweglichkeit
Verstehen durch Vergleichen. Zwillinge sammeln Eindrücke, verknüpfen sie im Gespräch und halten sich mehrere Möglichkeiten offen – Festlegung gilt als Verlust von Spielraum.
Wachstumsfeld: sich festlegen, ohne die Neugier zu verlieren, und ein Thema so weit vertiefen, dass es trägt.
Als Mondzeichen: Mond in Zwillinge.
♋︎ Krebs
Stichworte: Gefühl, Schutz, Fürsorge
Die Stimmung im Raum wird eher gespürt als gedacht. Krebs handelt aus dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und schafft Räume, in denen andere weich werden dürfen.
Wachstumsfeld: sich selbst so gut versorgen wie andere und Schutz nicht mit Rückzug verwechseln.
Als Mondzeichen: Mond in Krebs.
♌︎ Löwe
Stichworte: Ausdruck, Würde, Gestaltung
Etwas Eigenes sichtbar machen. Löwe braucht Resonanz, nicht Applaus um jeden Preis – gewürdigt zu werden ist die Bedingung dafür, großzügig zu sein.
Wachstumsfeld: sich auch ohne Bestätigung von außen wertschätzen und anderen Raum auf der eigenen Bühne lassen.
Als Mondzeichen: Mond in Löwe.
♍︎ Jungfrau
Stichworte: Genauigkeit, Unterscheidung, Dienst
Das Ganze wird über das Brauchbare erschlossen. Jungfrau prüft, sortiert, verbessert – und unterschätzt dabei oft, wie viel sie trägt.
Wachstumsfeld: Gut genug als gut erkennen und die eigene Leistung sehen, bevor andere sie bemerken.
Als Mondzeichen: Mond in Jungfrau.
♎︎ Waage
Stichworte: Ausgleich, Beziehung, Ästhetik
Das Gegenüber gehört zur Entscheidung. Waage wiegt ab, sucht die Form, die beiden Seiten gerecht wird – und verschiebt dafür manchmal den eigenen Standpunkt zu lange.
Wachstumsfeld: den eigenen Standpunkt kennen, bevor man vermittelt, und Konflikte als Teil von Beziehung annehmen.
Als Mondzeichen: Mond in Waage.
♏︎ Skorpion
Stichworte: Tiefe, Wandlung, Intensität
Oberfläche genügt nicht. Skorpion geht an das, was wirklich trägt, hält auch Unangenehmes aus und verändert sich lieber grundlegend als ein wenig.
Wachstumsfeld: Vertrauen wagen, bevor es bewiesen ist, und Kontrolle abgeben, wo sie nichts mehr schützt.
Als Mondzeichen: Mond in Skorpion.
♐︎ Schütze
Stichworte: Sinn, Weite, Überzeugung
Die Frage nach dem Wozu. Schütze braucht Horizont – geografisch, geistig oder beides – und wird unruhig, wo alles schon entschieden ist.
Wachstumsfeld: die eigene Überzeugung als eine von mehreren sehen und Großes in kleinen Schritten umsetzen.
Als Mondzeichen: Mond in Schütze.
♑︎ Steinbock
Stichworte: Struktur, Ausdauer, Verantwortung
Tragfähigkeit vor Tempo. Steinbock denkt in Jahren, nimmt Verantwortung früh an und misst sich am Ergebnis, nicht an der Absicht.
Wachstumsfeld: Erfolg auch genießen und sich Hilfe holen, ohne das als Schwäche zu empfinden.
Als Mondzeichen: Mond in Steinbock.
♒︎ Wassermann
Stichworte: Freiheit, Idee, Eigenständigkeit
Abstand schafft Übersicht. Wassermann prüft das Selbstverständliche, denkt quer zum Erwarteten und beansprucht Spielraum auch gegen Widerstand.
Wachstumsfeld: Nähe zulassen, ohne Freiheit zu verlieren, und Ideen in verlässliche Taten übersetzen.
Als Mondzeichen: Mond in Wassermann.
♓︎ Fische
Stichworte: Hingabe, Durchlässigkeit, Mitgefühl
Grenzen sind hier weich. Fische nehmen mehr auf, als sie zuordnen können, und finden im Unscharfen oft das Wesentliche – Abgrenzung ist die Lebensaufgabe.
Wachstumsfeld: sich abgrenzen, ohne hart zu werden, und Träume mit einem ersten konkreten Schritt verbinden.
Als Mondzeichen: Mond in Fische.
Ein Zeichen ist kein Charakter
Niemand ist „nur Widder“ oder „nur Fische“. Im Geburtshoroskop stehen zehn Gestirne und die Achsen in verschiedenen Zeichen und Häusern, und erst ihr Zusammenspiel beschreibt einen Menschen. Das Raster dahinter, Element und Qualität, erklärt die Seite Elemente und Qualitäten.
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Texte: Yvonne Geselbracht, Dipl. Astrologische Psychologin (API), seit 2009 selbstständige Astrologin in Duisburg.